Neulich im Supermarkt fielen sie mir ins Auge – die Schokoladenweihnachtsmänner, Lebkuchen und Weihnachtskalender. Jedes Jahr Anfang Oktober erinnert uns der Einzelhandel damit, dass wir uns um Geschenke für die „Lieben“ (oder auch nicht!) kümmern müssen. Bald wird die Stimmung wieder richtig kuschelig werden. Familien werden sich streiten, weil die Erwartungen an das große Fest nicht erfüllt werden, Papa – wie jedes Jahr zu viel Wein in sich hineinschüttet oder der Weihnachtsbraten nicht so gelingt, wie er auf den Foto der Frauenzeitschrift von Mutti aussieht.
Wir werden richtige Karten oder E-Cards an Menschen senden, die dann schulterzuckend denken: Ach ist ja nur ´ne Karte. Und der schlimmste Fehler ist natürlich das falsche Weihnachtsgeschenk, welches den Beschenkten in die missliche Lage zwingt, Freude zu heucheln oder aber mit dem Schenkenden einen Streit anzufangen, weil der Frau/Mann dann doch ihre/seine Enttäuschung äußert. Radio und Fernsehen nerven mit Weihnachtssongs und suggerieren die WIR-HABEN-UNS-ALLE-LIEB-STIMMUNG. Kotz!
Für alle, denen es ähnlich geht, hat Dr. Icke was schönes gepostet:
Ich denke Weihnachten ist nur für Kinder schön. Meine Nichte Nina ließ ihren Dad eine Wunschliste ausfüllen, die ein ganzes A4-Blatt umfasste. Ole ist mit 2 ½ noch bescheiden. Er will nur einen Bagger. Und Matti? Dem ist es noch egal, Hauptsache er bekommt rechtzeitig was zu futtern. Zum Glück hat mein Dad vor einigen Jahren den Geschenke-Marathon zu Weihnachten abgeschafft.